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70 Jahre Flucht und Vertreibung

Ostermarkt und Gedenken an 70 Jahre Flucht und Vertreibung

 

Beim Schwetzinger Ostereiermarkt am 27./28.02.2016 war unser Stand immer von vielen Sammlern, Landsleuten und Interessenten umlagert. Man muss sich wirklich darüber wundern bei dem tollen Angebot; Eier vergoldet, Eier ineinander, Eier als Uhren, Eier mit Edelsteinen, Eier als Lampen und Vasen usw. Oder waren es vielleicht unsere einfachen „Scheckl’n“ , die gerade durch ihre traditionellen Muster auffielen.

 

Kathrin und Friedl Vobis hatten freitags schon alles aufgebaut. Anni Wagner präsentierte ihre gestickten Deckchen und Fähnchen am Samstag. Edeltraud Röhrig informierte über unsere Landsmannschaft.

 

Am Sonntag führte Marianne Kaehler das Eierkratzen vor und unser „Neuzugang“

Kirsten Nöbbe-Hassler arbeitete sich ein. Sie malt Schwetzinger Motive und Osterhasen in prachtvollen Kostümen. Viel Dank allen Helfern und Teilnehmern.

 

Viele Landsleute, auch von der Sudetendeutschen Landsmannschaft und dem  Bund der Vertriebenen (BdV) folgten der Einladung am 06.03.2016 zum Gedenken an Flucht und Vertreibung auf dem Leimener Bergfriedhof.

 

Die Heimatgruppenvorsitzende, Edeltraud Röhrig begrüßte im Namen der Veranstalter besonders den Eppelheimer Bürgermeister Dieter Mörlein sowie Albrecht Friedrich, den Koordinator für Vertriebene, Flüchtlinge und Spätaussiedler des CDU-Kreisverbandes Heidelberg. Ebenso wurden Vertreter vieler befreundeter Vereine und Gruppen sowie die Fahnenträger, der Trompeter, Christian Hinkel von den Banater Schwaben und der Singkreis begrüßt

 

Dirigiert von Robert Tauber sang dieser mit großer Unterstützung der beiden Jugendgruppen zu Beginn der Feierstunde den Andachtsjodler aus der Waldlermesse und das Lied „Heimat Dir Ferne“. Ingrid Hofka und Edeltraud Röhrig trugen passende Gedichte vor. Die Festrede von Bürgermeister Dieter Mörlein erinnerte mit persönlichen Einflechtungen an die Geschichte vor 70 Jahren. Er verstand es, einen großen Bogen zu spannen von den historischen Ereignissen zu den aktuellen Problemen. Er gedachte auch der Geschehnisse des 4. März 1919 und der Not der Nachkriegszeit mit Zwangseinweisungen und Hungersnot. Aber auch Positives gab es zu berichten: waren es doch die Flüchtlinge von damals, die unser Land mit aufgebaut haben. Mörlein mahnte in seiner Rede, für die er viel Beifall erhielt, dass das Unrecht, das den Vertriebenen widerfahren ist, auch von den Enkeln nicht vergessen werden sollte.

 

Unter den Klängen des Liedes „Ich hatt‘ einen Kameraden“ des Trompeters erfolgte der Auszug zu den Gedenksteinen. Dort legten Andreas Luksch und Rainer Strunz einen Kranz am Denkmal der Sudetendeutschen Landsmannschaft nieder. Der Singkreis und die Jugend sangen nach der Kranzniederlegung „Wie die hohen Sterne kreisen“ und die Hymnen „Auf d‘ Wulda“ und das Deutschlandlied zusammen mit dem Publikum.

 

Beim anschließenden Beisammensein war noch Zeit um Erinnerungen auszutauschen und Gespräche zu führen. Rund 80 Gäste fanden den Weg ins Restaurant „Carlos“, wo man hervorragend bewirtet wurde. Kaffee und ein Imbiss wurden von den Veranstaltern gespendet.

 

Friedl Vobis

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